TCM & Faith

Ein ganzheitlich-medizinischer Ansatz - nicht mystisch oder dämonisch
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein medizinisches System, das den Körper ganzheitlich betrachtet.
Ihre Organtheorie hat später die westliche Medizin beeinflusst, und moderne Bildgebungsverfahren wie CT-Scans mit Kontrastmitteln bestätigen, was das sogenannte „Meridiansystem“ beschreibt: Meridiane sind Bahnen, die direkt dem Nervensystem entsprechen.
Qi ist nichts Mystisches – es bezeichnet einfach einen Nervenimpuls. So wie ein Hammerschlag auf den Finger ein elektrisches Signal durch die Nerven sendet, kann eine Akupunkturnadel dieselben Impulse stimulieren, um Heilprozesse zu aktivieren.
Yin beschreibt alle materiellen Substanzen im Körper: Blut, Lymphe, Gelenkflüssigkeit, Knochen, Haut, Muskeln, Organe und Zellen. Es entspricht dem parasympathischen Nervensystem und den „vollen“ Organen (Herz, Lunge, Leber, Milz), die stets Blut, Luft oder Nahrung enthalten. Yin wirkt kühlend, befeuchtend und beruhigend.
Yang hingegen steht für Bewegung und Aktivität. Es entspricht dem sympathischen Nervensystem und den hohlen Organen, die Stoffe transportieren oder umwandeln (Darm, Blase, Gallenblase). Yang wirkt wärmend, dynamisch und anregend. Qi gehört zum Yang, während Blut dem Yin zugeordnet ist.

Chinesische Kräuterheilkunde
Die Kräutermedizin in der TCM funktioniert im Grunde wie die Pharmakologie – Kräuter, Mineralien und manchmal auch tierische Substanzen werden entsprechend bestimmter Syndrome verschrieben. Moderne Forschung bestätigt viele dieser Anwendungen: So erhielt Artemisia (AiYe) 2016 den Nobelpreis für ihre Wirksamkeit gegen Malaria, und „Horny Goat Weed“ (Yin Yang Huo) diente als Inspiration für Viagra. Diese Heilmittel basieren auf biologischen Grundlagen – nicht auf Aberglauben.

Befragung & Diagnostik
Die Diagnose in der TCM basiert auf einer sorgfältigen Befragung (zu Verdauung, Schlaf, Emotionen, Gelüsten und Gewohnheiten), auf Beobachtung (Zunge, Haut, Augen) sowie auf der Pulsdiagnose. Jedes TCM-Syndrom hat ein westlich-medizinisches Äquivalent – zum Beispiel kann ein Yin-Mangel als Anämie, Osteoporose oder trockene Haut erscheinen.
Kurz gesagt: TCM ist ein medizinisches, ganzheitliches System. Yin und Yang sind lediglich andere Begriffe für Aktion und Reaktion, warm und kühl, voll und leer.
Gott hat unseren Körper mit Nerven, Muskeln und Selbstheilungskräften geschaffen – Akupunktur und Kräuter unterstützen lediglich diese natürlichen Prozesse.

Akupunktur ist sicher, reguliert und steril


Spätestens jetzt hast Du hoffentlich verstanden, dass was dir bis anhin erzählt worden ist, nur Angstmacherei war aus Ignoranz und Unwissen.
Dann lass mich zum letzten Punkt kommen, der Akupunktur: Es gibt kein "Teufelstropfen" auf der Nadel. Die WHO, oder Ärztekammer oder Gesundheitsbehörden würden NIE und nimmer eine Praxisbewilligung erteilen, wäre die Technik unsicher und unsteril. Bei Akupunktur platziert man eine Nadel zwischen einem Muskel und einer Sehne und stimuliert das Nervensystem um Schmerzen zu reduzieren, Blutzirkulation anzuregen und das Hormonsystem auszugleichen. Spezialisierungsformen beinhalten auch.
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Ohrakupunktur: Die Ohren sind sehr nahe dem Gehirn, daher ist Ohrakupunktur ein verkürzter Weg und wirkt sehr schnell und effektiv. Das Behandlungsfeld ist bei Schlafstörungen, Ängsten, akuten Schmerzen, Fieber, Zahnschmerzen und Geburtseinleitung, anzuwenden.
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Elektro-Akupunktur: Hier wenden wir eine sanften elektrischen Impuls über der über die Nadel übertragen wird, um die Muskulatur, Gewebe oder Organe wie Eierstöcke besser zu durchbluten. Die Anwendungsgebiete sind zum Beispiel bei Hexenschuss, Eierstockstimulation, aber auch bei Fascialparese (Teil-Gesichtslähmung).
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Schröpfen: Mit Glas- oder Silikonbechern wird ein Unterdruck erzeugt, der Haut und Gewebe anhebt und so die Durchblutung sowie den Lymphfluss fördert. Diese Methode eignet sich hervorragend für Anti-Aging. Es können Hämatome entstehen, die jedoch harmlos sind und zeigen, dass Stagnationen gelöst werden. (Vielleicht hast du schon mal bei den olympischen Spielen die Schwimmer mit runden Knutschflecken am Rücken gesehen?
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Gua Sha: Zugegeben, dies ist zum Teil etwas unangenehm, denn da wird die Haut mit einem glattkantigen Werkzeug (z. B. einem chinesischen Suppenlöffel) die Durchblutung angeregt und Muskelspannung gelöst, natürlich wird Öl verwendet. Diese Technik wird häufig bei Nackensteife oder Muskelschmerzen eingesetzt und fördert die Heilung, indem kleine Blutgefässe unter der Haut geöffnet werden und so die Zirkulation angeregt wird.
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Moxibustion: Durch das sanfte Erwärmen bestimmter Körperstellen, indem Artemisia (Beifuss) in einem Abstand von 1–2 cm über der Haut verbrannt wird. Diese Technik bringt Wärme in den Körper, fördert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem. Artemisia wurde vor allem während der Pandemie als antivirales Mittel bekannt. Diese Technik verwende ich nur sehr selten, habe aber Pflaster die man sich ankleben kann.




